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Grußwort des Oberbürgermeisters

Liebe Salzgitteranerinnen, liebe Salzgitteraner!
Christen und Nichtchristen feiern Weihnachten heute meist als Familienfest.

Diese Tradition zu bewahren, ist allein deshalb gut und richtig, weil die Familie dem Menschen sein ganzes Leben lang Halt, Geborgenheit und Heimat ist oder sein kann.

Doch Weihnachten ist noch so viel mehr. Es ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Die Botschaft von Weihnachten beschrieb der US-amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King mit folgenden zwei Sätzen: "Es gibt keine größere Kraft als die Liebe. Sie überwindet den Hass wie das Licht die Finsternis." Und diese Botschaft hat unsere Stadtgesellschaft nicht nur durch ein bewegtes und schwieriges Jahr 2017 getragen, sondern soll auch das Fundament der nächsten Jahre sein. Besonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle für das herausragende Engagement der vielen, vielen Ehrenamtlichen in unserer Stadt, die die Weihnachtsbotschaft tagtäglich mit Leben erfüllen. Sie waren, sind und bleiben die tragenden Säulen in unserem weltoffenen Salzgitter.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Salzgitter feierte im Jahr 2017 sein 75-jähriges Bestehen. Das war für unsere junge Stadt ein schöner Anlass, im Rahmen des Kultursommers auf Schloß Salder fröhlich zu feiern. 

75 Jahre Salzgitter sind aber auch willkommener Anlass, auf unsere Stadtentwicklung zu schauen und einen Ausblick auf die nächsten Jahre zu geben.

Seit mehr als elf Jahren setze ich mich als Oberbürgermeister gemeinsam mit Rat und Verwaltung  dafür ein, dass in Salzgitter konsequent in Bildung und Familie investiert wird, eine zeitgemäße attraktive Schullandschaft vorgehalten wird, attraktive Bauplätze jungen Familien Lebensperspektiven in Salzgitter geben, hochwertiger Wohnraum zu guten Preisen in einem lebenswerten Umfeld angeboten werden und die Stadt, übrigens flächengrößer als Hannover, mit interessanten Arbeitsplätzen als drittgrößter Wirtschaftsstandort Niedersachsens für sich werben kann.

Wir haben hier gemeinsam viel erreicht. Salzgitter begann zunehmend an Anziehungskraft zu gewinnen und aufgrund der richtungsweisenden Stadtpolitik seit Anfang 2014 wieder deutlich zu wachsen. Immer mehr Menschen entschieden sich, Salzgitter nicht nur als Arbeitsort, sondern auch als Wohn- und Lebensort zu wählen.

Unsere Stadtgesellschaft war bisher auch in der Lage, die Menschen, die in 2015 und 2016 vor Krieg und Gewalt überwiegend aus Syrien nach Deutschland flohen, aufzunehmen, zu versorgen und zu betreuen.

Denn: Salzgitter ist eine Stadt, die Erfahrung mit Zuwanderung hat. In den 75 Jahren ihres Bestehens hat sie bewiesen, dass es sehr gut möglich ist, dass Menschen aus über 120 Nationen friedlich miteinander leben können. 

Doch durch den enormen und ungesteuerten Zuzug von bereits in Niedersachsen anerkannten Flüchtlingen in 2016 und 2017 sind wir an die Grenzen unserer Integrationsfähigkeit gestoßen. Das war für mich der Grund, gemeinsam mit unseren Landtagsabgeordneten eine Atempause von der Landesregierung zu fordern. Ich möchte nämlich, dass diese Menschen in Ruhe ankommen können, dass sie die deutsche Sprache lernen und wirklich Teil unserer Gesellschaft werden und vor allem möchte ich aber auch, die einheimische Bevölkerung mit ihren Bedürfnissen und Erwartungen im Blick behalten können. Am 09.10.2017 hat die Landesregierung endlich den geforderten und notwendigen befristeten Zuzugsstopp für Salzgitter verfügt. Seit Dezember 2016 hatte ich um eine solche Maßnahme gerungen. Über das Erreichte ist in Presse, Funk und Fernsehen weit über Niedersachsen hinaus - bis in die USA - berichtet worden.

Die Integration der vielen Flüchtlinge in unserer Stadt wird uns im kommenden Jahr weiterhin intensiv beschäftigten, aber die Herausforderungen und Themen, die warten, angepackt zu werden, sind weitaus vielfältiger!

Bauliche Maßnahmen wie die weitere Sanierung der Schulgebäude und der beiden Aulen in Lebenstedt und in Salzgitter-Bad stehen an, aber auch weitreichendere Entscheidungen nicht nur von städtebaulicher Bedeutung sind zu treffen. 

Wie geht es weiter in Watenstedt, wird das interkommunale Gewerbe-und Industriegebiet mit Braunschweig tatsächlich realisiert, können wir weitere Stadtteile sozial umbauen und Quartiere interessanter machen, bieten wir der Wirtschaft und unseren Bürgerinnen und Bürgern zeitgemäße Rahmenbedingungen, können wir überhaupt auf veränderte Ansprüche in allen Lebenslagen angemessen und schnell reagieren? 

Ich bin fest entschlossen, all diese Themen und diejenigen, die sich noch eröffnen werden, gemeinsam mit Ihnen anzupacken und zu lösen. Und das mit 100 prozentigen Engagement und großer Begeisterung für unsere Stadt und die Menschen, die hier leben! 

Die "Schlagzahl" ist unvermittelt hoch - an dieser Stelle bedanke ich mich besonders bei allen innerhalb und außerhalb des Rathauses, die mich unterstützt haben, unser Salzgitter als bedeutendes Oberzentrum in dieser Region weiter nach vorne zu bringen.

Liebe Salzgitteranerinnen und Salzgitteraner, 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest, Zeit für das eigene Innehalten zwischen den Jahren und ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2018.

Ihr
Frank Klingebiel