Suche
Volltextsuche

Einmalige Stadt feierte ihren 75. Geburtstag

Mit den Auftritten namhafter Künstler, Jazzmusik, Kinderprogramm, Trommelwirbel sowie musikalischer Unterhaltung von Bands aus Salzgitter wurde am vergangenen Sonntag auf dem Schlosshof Salder das 75-jährige Bestehen der Stadt Salzgitter gefeiert.

Viele Besucherinnen und Besucher aus Stadt und Region kamen der Einladung von Oberbürgermeister Frank Klingebiel zum "Geburtstagsfest" gerne nach und erlebten bis in die Abendstunden einen abwechslungsreichen Tag.

Zu einem Festempfang im Fürstensaal des Schlosses Salder begrüßte Klingebiel neben Gästen aus den Partner- und benachbarten Städten sowie Landkreisen, weitere Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kirche und Verbänden, die einen besonderen Bezug zu Salzgitter haben.

Mit ihren 75 Jahren, so der Oberbürgermeister, sei Salzgitter als eine der wenigen zuletzt gegründeten Städte Deutschlands und damit eine junge Stadt. Sie sei jedoch mehr als eine Ansammlung von Häusern. Sie werde vielmehr geprägt durch diejenigen, die in ihr wohnten, sagte das Stadtoberhaupt. Respekt und Anerkennung sprach Oberbürgermeister Frank Klingebiel allen Menschen in Salzgitter aus, die die Stadt mit ihrem entschlossenen Handeln zu dem gemacht haben, was sie heute ist.

Der Mut derjenigen, die sich in den 50-er Jahren den geladenen Gewehren britischer Soldaten gegenüberstellten und so verhinderten, dass die Hochöfen des Stahlwerkes demontierten wurden, sei es zu danken, dass die Stadt sozusagen ihre zweite "Gründung" erlebt habe. "Salzgitter hatte es nie einfach. Es gab kaum Infrastruktur und kein Geld", erinnerte Frank Klingebiel an die Geschichte der Stadt. "Es gab aber immer Menschen, die angepackt und für Salzgitter an einem Strang gezogen haben." Mit dieser Einstellung sei es auch seit 2015 gelungen, mehr als 5.000 Flüchtlinge in der Stadt aufzunehmen. Sie jetzt zu integrieren sei die nächste wichtigste Aufgabe.

"Salzgitters größter Erfolg ist jedoch, dass sie seit dem Jahr 2014 kontinuierlich mehr Einwohner zählt", betonte Klingebiel. In der Zeit davor hatte die Stadt jedes Jahr mit einem Bevölkerungsverlust von 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu kämpfen. Mit einem Plus an Lebensqualität und wirtschaftlicher Stärke wurde der Trend gestoppt. Diese Zuzüge - ohne die Flüchtlingszahlen - zeigten, wie dynamisch sich die Stadt entwickele. "Daran möchte ich künftig anknüpfen und wünsche mir und der Stadt dabei mehr Gestaltungsspielraum als bisher", sagte Frank Klingebiel.

In guten wie in schlechten Zeiten, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sei Salzgitter eng mit der der Hütte, verbunden. Darum, so Klingebiel, freue er sich dass der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, Prof. Dr. Heinz Jörg Fuhrmann, das Grußwort zum Festakt übernommen habe.

Auch er hob die hohe Opferbereitschaft und Zuversicht der Menschen hervor, die nach dem Krieg den Bestand der Hütte gerettet hätten. "Salzgitter ist vielleicht nicht glamourös", sagte Prof. Dr. Heinz Jörg Fuhrmann. "Aber die Stadt und ihre Bewohner sind ehrlich, tolerant und leistungsfähig", unterstrich er ihre starke Seite.

Die Bedeutung der Salzgitter AG für die Stadt machte der Vorstandsvorsitzende an Zahlen fest: Mit 10.000 nicht prekären Arbeitsplätzen, die rund 30.000 Menschen Einkommen und damit Auskommen sichern, plus 500 Ausbildungsplätzen stehe die Salzgitter AG für verlässliche Wirtschaftskraft.

Glückwünsche und Geschenke zum Stadtjubiläum überbrachten als Vertreterinnen und Vertreter der Partnerstädte der Oberbürgermeister von Gotha, Knut Kreuch; Imatras Bürgermeister Rami Hasu und die stellvertretende Bürgermeisterin von Staryj Oskol, Svetlana Vostokova.

Dienstag, 08.08.2017