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Niedersächsischer Integrationsrat tagt in Salzgitter

Am Samstag/Sonntag, den 08./09. September 2018 tagte der Niedersächsische Integrationsrat (NIR) im AWiSTA-Stadtteilzentrum in Salzgitter.

Das Gremium versteht sich als Vertretungsorgan der zugewanderten Bevölkerung in Niedersachsen und hat aktuell 18 Mitgliedskommunen.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel begrüßte die Delegierten in Salzgitter und gab einen kurzen Abriss über den aktuellen Stand der Integration in Salzgitter. Er verdeutlichte die Leitlinie der Stadtverwaltung mit den Worten "Wir wollen, dass die Menschen hier ankommen. Dafür ist Sprache und Bildung wichtig." Weiterhin ging er auf die immensen Herausforderungen ein, mit denen die Stadt Salzgitter im Rahmen Integration der aktuell 6.031 Flüchtlinge konfrontiert ist. Dazu sagte er: "Das ist eine Daueraufgabe, die immense finanzielle Ressourcen benötigt. Salzgitter kann diese Kosten wie viele andere Kommunen nicht ohne Unterstützung der Landesregierung stemmen. Was wir dabei nicht haben ist Zeit!"

Ähnlich sah es Lucy Grimme, die die Sitzung als Mitglied des Vorstandes des NIR eröffnete. Sie verdeutlichte, dass es ein langer Weg zu gegenseitigem Respekt und Toleranz sei und das die Projektfinanzierung für Integration durch Land und Bund langfristig angelegt sein muss.

Im Anschluss trug Katharina Wunderling, die Fachdienstleiterin für Soziales und Senioren der Stadt Salzgitter zum Thema Integrationsarbeit vor. Sie stellte die lebenslaufbezogene Integrationskette als Strategie der Stadt vor und betonte, dass die Arbeit mit den Neuankömmlingen ab dem ersten Tag beginnt und viel Geld kostet. Besonders lobt die Fachdienstleiterin das starke Ehrenamt in der Stadt und das vernetzte Arbeiten zwischen allen beteiligten Akteuren.

Der NIR tagt drei Mal im Jahr. Im Fokus des ersten Sitzungstages war der Informationsaustausch. Am Sonntag fand der offizielle Teil der Plenarsitzung mit Berichten der Delegierten aus den Gremien und die Delegiertenwahl statt.

Montag, 10.09.2018