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Bauarbeiten im Zeitplan

Die Erneuerungsarbeiten an der Stabbogenbrücke der Industriestraße Nord gehen gut voran und liegen im Zeitplan. Im September sind sie voraussichtlich abgeschlossen.

Anfang September 2018 begannen die Arbeiten an der im Jahr 1972 gebauten Brücke. Diese Arbeiten sind so umfangreich und aufwändig, dass eine Vollsperrung nötig ist. Die Schiffe auf dem Kanal werden unter der Brücke einspurig geführt. Die Umleitungen werden von den Verkehrsteilnehmern/innen gut angenommen. Fußgänger/innen und Radfahrer/innen können die Brücke weiterhin nutzen.

Die Brücke wurde mit einer Lastklasse von 60 Tonnen gebaut. Bei den Brückenprüfungen in den vergangenen Jahren fanden unter anderem Schweißnahtprüfungen statt, die zum Ergebnis hatten, dass teilweise Schweißnähte an den Hängern erneuert werden müssen. Auf Grundlage der wachsenden Belastung der Brücke durch Schwerlastverkehre und der vorliegenden Ergebnisse der Brückenprüfung wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, die Brücke nachzurechnen.

Auf Basis der Brückenprüfung ergaben sich folgende Instandhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen: Der Austausch von rund 2.600 Schrauben; die Querträger müssen durch verschiedene Bleche versteift werden. Unterhalb der Fahrbahnplatte (Tragkonstruktion) sind die Trapezhohlsteifen an beiden Widerlagern zu verstärken, die Schrauben in den Hängeranschlüssen zu ersetzen sowie die Schweißnähte der Hänger unterhalb der Brücke zu erneuern. Diese Arbeiten sind aufwändig und kompliziert, weswegen sie beispielsweise nicht bei fließendem Verkehr und bei starken Winden ausgeführt werden dürfen.

Die Instandsetzungsarbeiten des ersten Bauabschnittes sind mittlerweile abgeschlossen. Das Hängegerüst konnte bereits für den zweiten Bauabschnitt umgesetzt werden. Im Anschluss an diese Sanierung wird noch die Fahrbahn erneuert.

Die Verantwortlichen des Fachdienstes Tiefbau und Verkehr der Stadt Salzgitter gehen davon, dass nach diesen Sanierungsarbeiten die Tragfähigkeit für einen längeren Zeitraum gesichert ist. Die Brücke wird künftig in kürzeren Zeitabständen durch Sachverständige geprüft. Langfristig müsse aber über einen Neubau nachgedacht werden.

Die Gesamtsamtkosten für die Sanierung der Brücke belaufen sich auf rund 3,1 Mio. Euro.
Die Stadt erhält von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eine finanzielle Förderung in Höhe von ca. 1,09 Millionen Euro nach dem Entflechtungsgesetz (GVFG).
Die Verwaltung bedankt sich für das entgegengebrachte Verständnis aller Betroffenen für die entstandenen und bis Ende September 2019 entstehenden Verkehrsbehinderungen.

Montag, 25.03.2019