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Abschluss der Bürgerbeteiligung

Bei einer Bürgerversammlung am Montag, 16. September, wurden die Ergebnisse des umfangreichen Bürgerbeteiligungsprozesses zur Weiterentwicklung des Salzgittersees vorgestellt.

Stadtbaurat Michael Tacke sagte dazu in seiner Begrüßung: "Das Thema Weiterentwicklung unseres Salzgittersees hat viele Bürgerinnen und Bürger bewegt. Ich danke allen, die an den Befragungen, den Werkstätten oder dem Seespaziergang teilgenommen haben und so aktiv ihre Meinung eingebracht haben. Nun bedarf es der politischen Reflektion der Ergebnisse."

Prof. Walter Ackers vom Büro Ackers Partner Städtebau stellte bei der Versammlung die Ergebnisse des 10-monatigen Prozesses vor und betonte: "Einen so umfangreichen Beteiligungsprozess habe ich noch in keiner Stadt erlebt. Der Salzgittersee ist ohne Zweifel eine Stärke von Salzgitter. In den letzten Monaten ging es um die Frage, was für die Entwicklung des Salzgittersees aus Ihrer Sicht besonders sinnvoll ist."

Die Beteiligung hatte am 19. November vergangenen Jahres mit einer Auftaktveranstaltung begonnen. Kurz darauf ging eine Projekthomepage zum Thema online. Um möglichst viele Interessierte in den Prozess einzubinden, wurden insgesamt drei Befragungen durchgeführt. Vor dem Rathaus und der Eissporthalle, im Internet und an Schulen konnte daran teilgenommen werden.

Über 4.000 beantwortete Fragebögen wurden ausgewertet. Davon gab rund die Hälfte an, mehrmals im Monat oder öfter am Salzgittersee zu sein. In einer digitalen Karte ("Wikimap"), die auf der Projekthomepage verfügbar ist, konnten zusätzlich Verbesserungsvorschläge eingetragen und bewertet werden. 100 abgegebene Vorschläge wurden 1.708 Mal bewertet.

Als weitere Beteiligungsaktionen fanden zwei Werkstätten statt. Dort ging es um die verschiedenen Interessenlagen und Benennung kritischer Themen sowie der Einordnung der Ergebnisse der Onlinebefragungen. Auch ein Seespaziergang wurde als Möglichkeit der Beteiligung durchgeführt, um Ansprüche an Sport- und Freizeitaktivitäten sowie mögliche Nutzungskonflikte am See zu untersuchen. 

Als Kernergebnisse der Bürgerbeteiligung erläuterte Prof. Ackers folgende Punkte:

  • Die Leitthemen und Themenbereiche wurden bis auf "Stadt & Fluss" bestätigt. Für den Themenbereich "Stadt & Fluss" wird ein klärendes Konzept erwartet, welches unter anderem zu schützende Bereiche festlegt, für eine Bebauung geeignete Bereiche identifiziert und Informationen zu geeigneten Nutzungen, Gebäudetypen und Übergängen zum See gibt. 
  • Wichtig sind die große Bedeutung von Natur und Erholung und damit auch der Schutz des natürlichen Charakters des Sees und seines Umfeldes.
  • Die Pflege und der Ausbau der öffentlichen Wege und die Verbesserung der Sauberkeit.
  • Die Sicherung und Erweiterung von Sport- und Freizeitangeboten sowie die Ergänzung von Gastronomieangeboten und Treffpunkte.
Montag, 23.09.2019


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