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Romeo und Julia - Shakespeare-Solo-Komödie

Wer kennt sie nicht, die schönste und zugleich traurigste aller Liebesgeschichten? Und wer Bernd Lafrenz kennt, weiß auch, dass sowohl Taschentücher als auch Reclam-Heftchen getrost zuhause gelassen werden können.
Datum: Freitag, 31.01.2020
Kategorie: Kino/Theater
Ort: Kulturscheune in Lebenstedt
Thiestr. 22
38226 Salzgitter (Lebenstedt)
Beginn: 20 Uhr
Veranstalter: Kulturkreis Salzgitter
(Tillyhaus) Marienplatz 12
38259 Salzgitter (Bad)
Telefon: 05341 / 32543
Telefax: 05341 / 396689
E-Mail: kulturkreis-salzgittert-onlinede
Internet: http://www.kulturkreis-salzgitter.de

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In seiner liebevollen Parodie verleiht Bernd Lafrenz "Romeo und Julia" als einer seiner frei-komischen Shakespeare-Inszenierungen diesen ganz speziellen, luftig-leichten Reiz, mit dem er sein Publikum schon in anderen Stücken (Hamlet, Macbeth, Othello, König Lear) begeistert und im Sturm erobert hat.

Und wie in diesen anderen Bearbeitungen auch, spielt der mit mehreren Preisen ausgezeichnete Theatermann Lafrenz die komplette Geschichte von Romeo und Julia als schauspielerisch höchst virtuoses Ein-Mann-Stück, in dem er mit spielerischer Leichtigkeit oft innerhalb von Sekunden von einer Figur in eine andere wechselt.

Aber Lafrenz wäre nicht Lafrenz, wenn er die berühmte Geschichte einfach nur brav nacherzählen würde! Und so lernen die Zuschauer/innen erst einmal den liebenswert lispelnden Balthasar, stolzer Inhaber der Velo-Kurier-Firma "Internationale Kurierdienste Balthasar (seit 1423)" und Nachfahre des gleichnamigen Dieners Romeos kennen.

Seit elf Generationen - eben seit 1423 - erfüllen die Balthasars Romeos Vermächtnis: die Geschichte der beiden Liebenden in aller Lande zu verbreiten. Aber alles kommt ganz anders als von Balthasar vorgesehen, denn auf magische Weise wird das Shakespearesche Werk mit seinen Personen plötzlich quicklebendig.

Zusammen mit Balthasar findet sich das Publikum unversehens mittendrin in der "Sache von damals", erlebt die ganze Geschichte vom "Herrn Romeo" und dem "Fräulein Julia" erstens live und zweitens vor Ort. Und wenn die zwischen Faszination und Lachen hin- und hergerissenen Zuschauer/innen am Schluss des Dramas Zeuge zweier wunderbarer, stilecht unter Windungen und Zuckungen vorgeführter Theater-Tode wird, ist auch das - dafür sorgt dann schon Balthasar - anrührend und komisch zugleich. Auf jeden Fall aber ein krönender Abschluss für einen jener selten gewordenen, königlichen Theaterabende, an dem man am liebsten gar nicht mehr nach Hause gehen will.